Brief an die Landtagskandidaten bezüglich der Mülldeponie Rechenbachtal

Veröffentlicht am von

Folgenden Brief hat die Bürgerinitiative Mörsbach e.V. an die Landtagskandidatin und -kandidaten des Wahlkreises Zweibrücken gesandt mit der Bitte zu einem Gespräch bezüglich der Müllproblematik.

 

Sehr geehrter Damen und Herren,

seit mehr als zwei Jahren gibt es in Zweibrücken eine heftige Auseinandersetzung um die im Stadtteil Mörsbach befindliche Mülldeponie. Diese wurde in den letzten Jahren von dem Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken schrittweise von einer überschaubaren Hausmülldeponie zu einer international agierenden Großdeponie umgestaltet, auf der immer größere Mengen immer gefährlicherer Stoffe aus immer größeren Entfernungen eingelagert werden.

Gerne würde sich die Bürgerinitiative Mörsbach e.V. mit Ihnen als Kandidat zur Landtagswahl 2016 zu einem Gespräch treffen, in dem Sie Ihre Haltung zur Müllproblematik für Ihre künftige Arbeit in Stadtrat und Landtag erläutern. Dies könnte durchaus auch in Form einer öffentlichen Wahlveranstaltung im Stadtteil Mörsbach erfolgen. Dazu möchten wir Ihnen die wichtigsten Fragen gerne vorab zukommen lassen und würden uns über einen Gesprächstermin noch vor den Wahlen freuen.

  1. Wie stehen Sie dazu, dass im Zusammenhang mit der Mülldeponie Umweltverschmutzung im großen Stil betrieben wird und der Stadt langfristig unabsehbare Risiken aufgebürdet werden, nur weil man kurzfristig Einnahmen erzielen kann?
  2. Ist Ihnen bekannt, dass im Verfahren um die Erweiterung bei wichtigen Fragen (herumliegende Asbestplatten) von UBZ und SGD wissentlich die Unwahrheit gesagt wurde und dass bei der geplanten Abdichtung entgegen den Ratschlägen des Landesamtes für Geologie eine schwächere Lösung beschlossen wurde?
  3. Was halten Sie von Schutzmaßnahmen auf der Deponie für Mitarbeiter, Kunden und Bevölkerung gegen radioaktive Gefährdungen, wie sie bei fast allen Altmetall annehmenden Betrieben üblich sind?
  4. Wie stehen Sie angesichts zahlreicher Pannen zu den Plänen der Firma Terrag GmbH, künftig in ihrer Konditionierungsanlage auch gefährliche Stäube zu verarbeiten?

Wir bedanken uns vorab herzlich für die Zeit, die Sie sich für uns nehmen wollen und wünschen Ihnen einen erfolgreichen Wahlkampf.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Bürgerinitiative Mörsbach e.V..

Kommentare sind deaktiviert