Pressemitteilung zu Zwischenfall an der Konditionierungsanlage

Der neuerliche schwere Vorfall an der Konditionierungsanlage – es ist der vierte dieser Art in nur 20 Monaten – zeigt, welches “Pulverfass” über Zweibrücken, besonders über den Ortsteilen Mörsbach, Oberauerbach und Kreuzberg thront. 
Und wieder wird von der Firma Terrag bagatellisiert und schöngeredet: Man sei selbst nicht verantwortlich, die in die Umwelt abgegebene Menge wisse man nicht. Hat man als Betreiber nicht die Sorgfaltspflicht für den gesamten Ablauf der Anlage? Hätte man nicht die ausgetretene Menge Staub durch anschließendes Wiegen des LKW’s ermitteln können?  
Die Mitarbeiter hätten professionell reagiert. Trotzdem wurde ca. eine Viertelstunde lang eine beträchtliche Staubmenge in die Umgebung geschleudert, wie die Bilder, die der BI vorliegen, zeigen.

Dies zeigt, dass die im Erweiterungsantrag formulierten Gewährleistungen bei Gefahren (Abquetschungsverschluss der Leitungen und sofortige Unterbrechung) das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Man hat es nicht einmal für nötig befunden, eventuell betroffene Bewohner in der Nähe zu warnen.

Nur den Widersprüchen der BI ist es zu verdanken, dass die emmitierten Stäube noch nicht zu der gefährlichen Gruppe gehören. Dass auch dieser erneute Vorfall keinen Einfluss auf die beantragte Genehmigung gefährlicher Stäube haben soll, kann nur als Zynismus empfunden werden.

Wie oft noch muss etwas passieren, wie schlimm muss es werden, bis diese permanente Gefahrenquelle beseitigt wird? 

Die BI fordert die verantwortlichen Politiker und Behörden auf, sich endlich auf die Seite der Bürger und der gefährdeten Umwelt zu stellen. Vielleicht wäre ein klares Wort von OB Pirmann an geeigneter Stelle ein wichtiger erster Schritt. 

Comments are disabled